Heilige Familie in der Zirbe

Religiöse KleindenkmälerKapellen und GrottenKapellen

Gemeinde: Thomatal

Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte

Chronik:

Der Zufallsauftrag einen in Schönfeld erlegten Rehbock zu schnitzen, führte den Bildhauer Ernst Adelsberger ins Bundschuhtal und bei seiner Wanderung quer über die Suppanalm entdeckte er die drei zusammengewachsenen Zirben, in denen er spontan die « Heilige Familie » sah. Er nahm sofort Kontakt auf mit den Suppanleuten, Maria und Sepp Prodinger, die der Idee und dem Vorhaben zustimmten und begann am 24. Juli 1999 mit der Verwirklichung. Die drei Bäume hat er in entsprechender Höhe abgeschnitten und als Maria, Josef und als Jesuskind geschnitzt. Die Figuren sind nicht tragbar, sondern noch fest mit dem Boden verwurzelt. Damit eine Dreier-Konstellation zustande kam, fügte Ernst Adelsberger 2000 noch den Heiligen Leonhard, Viehpatron und die Heilige Barbara, Schutzheilige der Bergleute (Schönfeld war früher Abbaugebiet für Eisenerz), im Jahr 2000 hinzu. Im Juli und August 2001 ließ die Fam. Prodinger über die Heilige Familie eine würdige Kapelle bauen. Leonhard Prodinger, Sohn von Maria & Josef Prodinger, damals 13 Jahre alt, hat für den Heiligen Leonhard drei Tage lang in Originalkleidung Modell gestanden. Die Ähnlichkeit ist gut zu erkennen.

Beginn der Errichtung : 24. Juli 1999
Bauzeit Jahre 1999 - 2001
Feierliche Einweihung der Heiligen Familie am 12. August 2001.

Zimmerei : Fa. Johannes Winkler, 5571 Mariapfarr
Steinmauerwerk : Fa. Anton Sagmeister, 5571 Mariapfarr
Turmkreuz : Kunstschmiede Josef Kößlbacher, 5571 Mariapfarr, Zankwarn
Einglasung : Glasermeister Martin Macheiner, 5580 Tamsweg

Beschreibung:

Die « Heilige Familie in der Zirbe » bestehend aus Kapelle mit Hl. Familie, Hl. Barbara und Hl. Leonhard befindet sich am gegenüberliegenden Hang der Suppanhütte, ca. 30 m östlich oberhalb der Bundschuh Landesstraße L 267.
Die Hl. Familie, die Hl. Barbara und der Hl. Leonhard sind jeweils lebensgroß, vom Bildhauer Ernst Adelsberger aus 3365 Allhartsberg, in bestehende, gewachsene Zirbenbäume geschnitzt.
Die Kapelle in massiver, überkämmter Blockbauweise aus Fichtenholz gezimmert, die später über der Hl. Familie errichtet wurde, steht auf einem Natursteinmauerwerk, das innen verputzt ist. Die Steine für das Mauerwerk, wurden in der direkten Umgebung gesammelt. Der bogenförmige Zugang ist offen, die Lichtgebung erfolgt weiters über eine verglaste Kreuzöffnung an der Rückwand und Fenstern im Glockenturm. Das Satteldach ist mit Lärchenbrettern gedeckt, der aufgesetzte Glockenturm (ohne Glocke) trägt ein Walmdach mit Lärchenschindeldeckung und eine Kupferkappe mit Kugel und Kreuz. Der Zugang zur Kapelle erfolgt über Stufen mit Natursteinplatten und ist mit einem auf zwei Holzsäulen gestützten, vorgezogenen Dach geschützt.
Die beiden Figuren Barbara und Leonhard sind außerhalb der Kapelle situiert, ohne Fundamente aufgestellt und einfach in Kapellenform mit Brettern, Schwartlingen und Plexiglas eingehaust um sie vor der Witterung zu schützen.
Das gesamte Projekt wurde von Fam. Prodinger ohne Förderung finanziert.

Details

Gemeindename Thomatal
Gemeindekennzahl 50511
Ortsübliche Bezeichnung Heilige Familie in der Zirbe
Objektkategorie 1512 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kapellen und Grotten | Kapellen)

Katastralgemeinde Bundschuh -- GEM Thomatal
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 497/1
Ortschafts- bzw. Ortsteil Schönfeld
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Schönfeld 20
Längengrad 13.766032
Breitengrad 47.00797

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 10.1
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 4.5
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 6.7
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Die « Heilige Familie in der Zirbe » bestehend aus Kapelle mit Hl. Familie, Hl. Barbara und Hl. Leonhard befindet sich am gegenüberliegenden Hang der Suppanhütte, ca. 30 m östlich oberhalb der Bundschuh Landesstraße L 267.
Die Hl. Familie, die Hl. Barbara und der Hl. Leonhard sind jeweils lebensgroß, vom Bildhauer Ernst Adelsberger aus 3365 Allhartsberg, in bestehende, gewachsene Zirbenbäume geschnitzt.
Die Kapelle in massiver, überkämmter Blockbauweise aus Fichtenholz gezimmert, die später über der Hl. Familie errichtet wurde, steht auf einem Natursteinmauerwerk, das innen verputzt ist. Die Steine für das Mauerwerk, wurden in der direkten Umgebung gesammelt. Der bogenförmige Zugang ist offen, die Lichtgebung erfolgt weiters über eine verglaste Kreuzöffnung an der Rückwand und Fenstern im Glockenturm. Das Satteldach ist mit Lärchenbrettern gedeckt, der aufgesetzte Glockenturm (ohne Glocke) trägt ein Walmdach mit Lärchenschindeldeckung und eine Kupferkappe mit Kugel und Kreuz. Der Zugang zur Kapelle erfolgt über Stufen mit Natursteinplatten und ist mit einem auf zwei Holzsäulen gestützten, vorgezogenen Dach geschützt.
Die beiden Figuren Barbara und Leonhard sind außerhalb der Kapelle situiert, ohne Fundamente aufgestellt und einfach in Kapellenform mit Brettern, Schwartlingen und Plexiglas eingehaust um sie vor der Witterung zu schützen.
Das gesamte Projekt wurde von Fam. Prodinger ohne Förderung finanziert.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details

Zeitkategorie 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der Zufallsauftrag einen in Schönfeld erlegten Rehbock zu schnitzen, führte den Bildhauer Ernst Adelsberger ins Bundschuhtal und bei seiner Wanderung quer über die Suppanalm entdeckte er die drei zusammengewachsenen Zirben, in denen er spontan die « Heilige Familie » sah. Er nahm sofort Kontakt auf mit den Suppanleuten, Maria und Sepp Prodinger, die der Idee und dem Vorhaben zustimmten und begann am 24. Juli 1999 mit der Verwirklichung. Die drei Bäume hat er in entsprechender Höhe abgeschnitten und als Maria, Josef und als Jesuskind geschnitzt. Die Figuren sind nicht tragbar, sondern noch fest mit dem Boden verwurzelt. Damit eine Dreier-Konstellation zustande kam, fügte Ernst Adelsberger 2000 noch den Heiligen Leonhard, Viehpatron und die Heilige Barbara, Schutzheilige der Bergleute (Schönfeld war früher Abbaugebiet für Eisenerz), im Jahr 2000 hinzu. Im Juli und August 2001 ließ die Fam. Prodinger über die Heilige Familie eine würdige Kapelle bauen. Leonhard Prodinger, Sohn von Maria & Josef Prodinger, damals 13 Jahre alt, hat für den Heiligen Leonhard drei Tage lang in Originalkleidung Modell gestanden. Die Ähnlichkeit ist gut zu erkennen.

Beginn der Errichtung : 24. Juli 1999
Bauzeit Jahre 1999 - 2001
Feierliche Einweihung der Heiligen Familie am 12. August 2001.

Zimmerei : Fa. Johannes Winkler, 5571 Mariapfarr
Steinmauerwerk : Fa. Anton Sagmeister, 5571 Mariapfarr
Turmkreuz : Kunstschmiede Josef Kößlbacher, 5571 Mariapfarr, Zankwarn
Einglasung : Glasermeister Martin Macheiner, 5580 Tamsweg
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher)

Hl. Barbara
August 2001
Peter Moser

Hl. Leonhard
August 2001
Peter Moser

Hl. Josef
April 2020
Peter Moser

Jesuskind
April 2020
Peter Moser

Hl. Maria
April 2020
Peter Moser

Hl. Fam.
April 2020
Peter Moser

Kapelle
April 2020
Peter Moser

Kapelle
April 2020
Peter Moser

Hl. Fam.
April 2020
Peter Moser

Hl. Fam.
2020
Peter Moser

Hl. Leonhard
2020
Peter Moser

Hl. Maria
2020
Peter Moser

Hl. Fam. Gesamtensemble
2020
Peter Moser

Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Fam. Prodinger jun. und sen., 5571 Mariapfarr

Peter Moser
Datum der Erfassung 2020-03-28
Datum der letzten Bearbeitung 2020-05-01
letzter Bearbeiter Monika Brunner-Gaurek

Standort

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Vollständig erfasst

Das Gütesiegel des BHW kennzeichnet dieses Objekt als vollständig und fachlich korrekt erfasst und vom BHW Fachbereich Klein-und Flurdenkmäler geprüft.