Pestsäule - Im Langholz
Gemeinde: Kreuzstetten
Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 2. Hälfte
Chronik:
Die Pest-Säule wurde im Jahre 1866 errichtet. Zum Gedenken an die an der Cholera verstorbenen Einwohner aus Neubau.
Der Bildstock wurde zuletzt 2009 auf Veranlassung vom Grundstückbesitzer Meißl Helmut restauriert.
Beschreibung:
Am Waldrand steht auf der linken Straßenseite, vom Kreisverkehr kommend, eine gemauerte weiße Säule. Die aufstrebende Säule trägt den nur durch ein Gesims von ihr getrennten „Tabernakel“, der vier flache Nischen aufweist. In zwei dieser Nischen befinden sich Bilder (Jesus mit Dornenkranz u. Hl. Maria). Darüber ist das auskragende Abschlussgesims angebracht, welches ein niedriges, ziegelgedecktes Zeltdach trägt. Am Dach befindet sich ein gusseisernes Kreuz mit einem 4-Nagel Korpus Christi.
Eine in einer Nische aufbewahrten Marienstatue wurde im Jahre 1989 gestohlen. Als Ersatz wurde eine gusseiserne betende Hl. Maria angebracht.
Details
Gemeindename | Kreuzstetten |
Gemeindekennzahl | 31628 |
Ortsübliche Bezeichnung | Pestsäule - Im Langholz |
Objektkategorie | 1531 ( Religiöse Kleindenkmäler | Bildstöcke | Pfeiler- und Säulenbildstöcke) |
Katastralgemeinde | Niederkreuzstetten -- GEM Kreuzstetten |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 758/1 |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | Neubaukreuzstetten |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Waldstraße |
Längengrad | 16.501996 |
Breitengrad | 48.49099 |
denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
Höhe (m) | 3.5 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Breite (m) | 0.77 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Tiefe (m) | 0.77 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Zustandsklassifizierung | sanierungsbedürftig |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Am Waldrand steht auf der linken Straßenseite, vom Kreisverkehr kommend, eine gemauerte weiße Säule. Die aufstrebende Säule trägt den nur durch ein Gesims von ihr getrennten „Tabernakel“, der vier flache Nischen aufweist. In zwei dieser Nischen befinden sich Bilder (Jesus mit Dornenkranz u. Hl. Maria). Darüber ist das auskragende Abschlussgesims angebracht, welches ein niedriges, ziegelgedecktes Zeltdach trägt. Am Dach befindet sich ein gusseisernes Kreuz mit einem 4-Nagel Korpus Christi. Eine in einer Nische aufbewahrten Marienstatue wurde im Jahre 1989 gestohlen. Als Ersatz wurde eine gusseiserne betende Hl. Maria angebracht. |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
Zeitkategorie | 19. Jahrhundert, 2. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Die Pest-Säule wurde im Jahre 1866 errichtet. Zum Gedenken an die an der Cholera verstorbenen Einwohner aus Neubau. Der Bildstock wurde zuletzt 2009 auf Veranlassung vom Grundstückbesitzer Meißl Helmut restauriert. |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | Pfarrer Pavlik (wirkend als Pfarrer von 1856 – 1876 in Kreuzstetten) schildert in der Pfarrchronik die damaligen Schreckenstage: Im Jahre 1866 herrschte Krieg. Die Preußen kamen in unsere Gegend und brachten die Cholera mit. In Neubau gab es 18 Versehgänge (Spendung der Sakramente an Kranke), 10 Cholera-Erkrankte starben. Da Neubau zur Pfarre Kreuzstetten gehörte, musste Pfarrer Pavlik die Toten einsegnen. Er durfte aber nur bis zur Waldecke gehen, da die Ansteckungsgefahr zu groß war. An der Stelle wo er die Zeremonie vornahm wurde die PEST-Säule errichtet. Pfarrer Pavlik erkrankte ebenfalls an der Cholera. Ärzte und Krankenschwestern aus der Umgebung halfen ihm wieder gesund zu werden. Durch ihr Bemühen konnten weitere Tote vermieden werden. |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | Pfarr u. Ortschronik Kreuzstetten, NÖ Landesbiblothek |
Datum der Erfassung | 2023-05-21 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2025-03-15 |
letzter Bearbeiter | Karl Toifl |