Beurlaubung
Gemeinde: Ernstbrunn
Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
Barockdenkmal, das Valentin Hirsch der Gottesmutter geweiht hat und 1725 errichten hat lassen. Valentin Hirsch, Besitzer des Hauses Hirschmillerstraße 2 verstarb 1735 im Alter von 75 Jahren.
Die Beurlaubung wurde 1985 vom Faschingsverein renoviert.
Beschreibung:
Jesus nimmt Abschied von Mutter Maria. Das Doppelbildnis aus Stein steht auf einen beidseitig konkavgewölbten Sockel, der durch einen vorspringenden Mittelbalken geteilt erscheint und reiche Verzierungen aufweist. Eine massive Abschlußplatte trägt die beiden Figuren.
Vom Betrachter aus sieht man zur Linken Maria, deren Blick in Sorge und Kummer von Christus abgewandt ist. Ihre rechte Hand trocknet Tränen aus dem Gesicht Jesus, der mit seiner Rechten die Hand der Gottesmutter hält, blickt diese an und man liest förmlich daraus
die Worte: „Mutter, ich gehe leiden, ich komme wieder!"
Details
Gemeindename | Ernstbrunn |
Gemeindekennzahl | 31203 |
Ortsübliche Bezeichnung | Beurlaubung |
Objektkategorie | 1712 ( Freiplastiken | religiöse Freiplastiken | Mariendarstellungen) |
Katastralgemeinde | Ernstbrunn -- GEM Ernstbrunn |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 303 |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | Ernstbrunn |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Badgasse 2 |
Längengrad | 16.35815 |
Breitengrad | 48.52356 |
denkmalgeschützt | geschuetzt |
Höhe (m) | 4.1 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Breite (m) | 1.6 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Tiefe (m) | 0.9 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Zustandsklassifizierung | sanierungsbedürftig |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Reinigung |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Jesus nimmt Abschied von Mutter Maria. Das Doppelbildnis aus Stein steht auf einen beidseitig konkavgewölbten Sockel, der durch einen vorspringenden Mittelbalken geteilt erscheint und reiche Verzierungen aufweist. Eine massive Abschlußplatte trägt die beiden Figuren. Vom Betrachter aus sieht man zur Linken Maria, deren Blick in Sorge und Kummer von Christus abgewandt ist. Ihre rechte Hand trocknet Tränen aus dem Gesicht Jesus, der mit seiner Rechten die Hand der Gottesmutter hält, blickt diese an und man liest förmlich daraus die Worte: „Mutter, ich gehe leiden, ich komme wieder!" |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details | Auf der rechten Seite des Sockels liest man die Inschrift: "Valentinus Hiersch statuam legavit Dei parenti. Valedictio matris a filio. Sit nobis reis expiatio" "Valentin Hirsch hat diese Statue der Gottesmutter geweiht.Es ist die Verab- schiedung der Mutter vom Sohn. Sie sei uns Sündern Erlösung." Die linke Inschrift: "Ex voto Christian Hiersch, Johannes Michael Hiersch Renoviert 1889 vom Verschönerungsverein Ernstbrunn." Zu deutsch:"Christian Hiersch und Johann Michael Hiersch haben es gelobt." |
Zeitkategorie | 18. Jahrhundert, 1. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Barockdenkmal, das Valentin Hirsch der Gottesmutter geweiht hat und 1725 errichten hat lassen. Valentin Hirsch, Besitzer des Hauses Hirschmillerstraße 2 verstarb 1735 im Alter von 75 Jahren. Die Beurlaubung wurde 1985 vom Faschingsverein renoviert. |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) | Wie man aus alten Aufzeichnungen ersehen kann, stellten die zwei Bürger am 8. Mai 1725 einen betreffenden Revers aus, der da lautet: „Ich gelobe und verobligiere mich hiemit auf meine Erben und Nachkommen dergestalt, dass wir solche Gelübtestatue, es sei durch Feindesgefahr, Feuer oder andere Zufälle... niemals zu Grunde gehen lassen, sondern wie ich es intentioniert zu bauen, allezeit nicht allein von mir und besagten meinen Erben, sondern auch anderen Inhabern meines Hauses zu ewigen Zeiten erhalten werden soll. Im Urkund dessen habe ich meine eigene Handschrift und Petschaft, wie nicht weniger mein Sohn, als Mitbürger allhier, hierunter gestellt. Valentin Hirsch, Ratsbürger und Guttäter. Christian Hirsch, Ratsbürger und Lederer allda." Die Hirschs waren einmal Besitzer des Hauses Hirschmillerstraße Nr. 2 (Kloster). Johannes Michael Hirsch ist wohl ein Verwandter von beiden. Am westlichen Dachfirst sieht man einen Hirschen, der auf die ehemaligen Besitzer des Hauses hinweist |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | Heimatspiegel Ernstbrunn, Helmut Meißl Regesten der Pfarre Ernstbrunn Janua Vitae-Schriftenreihe Wilhelm Hohenecker |
Datum der Erfassung | 2023-04-27 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2025-03-17 |
letzter Bearbeiter | Andreas Hermann |