Friedhofsmauer mit opus spicatum (2.H. 13.Jh.)
Gemeinde: Zellerndorf
Zeitkategorie: 13. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
Über die Errichtung der Mauer gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen.
Franz MANTLER in: Denkbuch der Pfarre ZELLERNDORF Bd.IV
(2003) Nach einer groß angelegten Inventarisierung, die im Auftrag der Diözese in allen Pfarren des PVB durchgeführt wurde, kam die Idee zu einer Broschüre: „Kirchliche Kunst in Zellerndorf“. Die Autoren Mag. Peter Aichinger-Rosenberger und Mag. Ronald Woldron sind Kunsthistoriker, die die Baugeschichte und die Bauweise von Kirche, Karner und Pfarrhof beschrieben. ...
Nach Abschlagen der Friedhofsmauer kam die alte Struktur der Mauer zutage. Einige bautechnisch interessante Stellen beweisen, dass die Mauer in 12. Jahrhundert erbaut wurde. Es dürfte sich um eine Wehrmauer gehandelt haben, Die Abdeckung musste erneuert werden, aber sonst blieb die Mauer in in der ursprünglichen Form erhalten.
MANTLER Franz, Pfarrer von Zellerndorf von 1970-2015 (mündlich 2022)
1988/89 wurde die Kirchenbeleuchtung montiert.
1991/1992 wurde die Friedhofsmauer saniert und Betonabdeckungen angebracht
Beschreibung:
Im östlichen Teil der Friedhofsmauer zeigt sich hochmittelalterliches lagerhaftes Bruchstein-Mauerwerk mit Einschüben von opus spicatum (Fischgrät-Mauer-werk). Es wäre in dieser Form am ehesten in die erste Hälfte des 13.Jh. zu datieren.
Einschübe mit opus spicatum findet man in der Region u.a. an der romanischen Kirche von Peigarten (hl. Radegund) und der Kirche und der Friedhofmauer von Strögen.
Details
Gemeindename | Zellerndorf |
Gemeindekennzahl | 31052 |
Ortsübliche Bezeichnung | Friedhofsmauer mit opus spicatum (2.H. 13.Jh.) |
Objektkategorie | 3104 ( Statuen und Bilder | | apotropäische (abwehrende) Zeichen (Neidköpfe usw.)) |
Katastralgemeinde | Zellerndorf -- GEM Zellerndorf |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | |
Längengrad | |
Breitengrad |
denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
Höhe (m) | |
gemessen od. geschätzt | -- |
Breite (m) | |
gemessen od. geschätzt | -- |
Tiefe (m) | |
gemessen od. geschätzt | -- |
Zustandsklassifizierung | gut |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Im östlichen Teil der Friedhofsmauer zeigt sich hochmittelalterliches lagerhaftes Bruchstein-Mauerwerk mit Einschüben von opus spicatum (Fischgrät-Mauer-werk). Es wäre in dieser Form am ehesten in die erste Hälfte des 13.Jh. zu datieren. Einschübe mit opus spicatum findet man in der Region u.a. an der romanischen Kirche von Peigarten (hl. Radegund) und der Kirche und der Friedhofmauer von Strögen. |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details | Ursprünglich dürfte das „opus-spicatum.Motiv“ - vor allem als Einschub im Mauerwerksverband - eine unheilabwehrende (apotropäische) Bedeutung gehabt haben. Anhänger der esoterischen „Tellurischen Geomantie“ vermuten, dass so die störende Energie von Wasseradern verhindert werden kann. |
Zeitkategorie | 13. Jahrhundert, 1. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Über die Errichtung der Mauer gibt es keine schriftlichen Aufzeichnungen. Franz MANTLER in: Denkbuch der Pfarre ZELLERNDORF Bd.IV (2003) Nach einer groß angelegten Inventarisierung, die im Auftrag der Diözese in allen Pfarren des PVB durchgeführt wurde, kam die Idee zu einer Broschüre: „Kirchliche Kunst in Zellerndorf“. Die Autoren Mag. Peter Aichinger-Rosenberger und Mag. Ronald Woldron sind Kunsthistoriker, die die Baugeschichte und die Bauweise von Kirche, Karner und Pfarrhof beschrieben. ... Nach Abschlagen der Friedhofsmauer kam die alte Struktur der Mauer zutage. Einige bautechnisch interessante Stellen beweisen, dass die Mauer in 12. Jahrhundert erbaut wurde. Es dürfte sich um eine Wehrmauer gehandelt haben, Die Abdeckung musste erneuert werden, aber sonst blieb die Mauer in in der ursprünglichen Form erhalten. MANTLER Franz, Pfarrer von Zellerndorf von 1970-2015 (mündlich 2022) 1988/89 wurde die Kirchenbeleuchtung montiert. 1991/1992 wurde die Friedhofsmauer saniert und Betonabdeckungen angebracht |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | DEHIO-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Niederösterreich nördlich der Donau - Verlag A. Schroll & Co, Wien, ZELLERNDORF S.1320 (1990) FASSBINDER-BRÜCKLER B.: Kirchen, Kapellen und Friedhöfe in: Zellerndorf-Kunstdenkmäler - Heimat Zellerndorf - V. Zellerndorf (2000) AICHINGER-ROSENBERGER/WOLDRON: Romanische Baureste in: Kirchliche Kunst in Zellerndorf: Baugeschichte der Pfarrkirche in chronologi-scher Abfolge - Verlag: Pfarre Zellerndor (2001) MANTLER Franz, Pfarrer von Zellerndorf von 1970-2015 (mündlich 2022) NÖ-Burgen online (Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit) http://noeburgen.imareal.sbg.ac.at/result/burgid/2290 |
Datum der Erfassung | 2024-06-08 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2025-03-10 |
letzter Bearbeiter | Josef Schoenhofer |