Erinnerungstafel | Donaubrücke Stein - Mautern
Gemeinde: Krems an der Donau
Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 2. Hälfte
Chronik:
Die Hinterlassenschaften und Spuren der Bronze und Eisenzeit und der Römer sind auch hier immerwährend präsent und wurden auch physisch und psychisch generationsübergreifend weitergegeben.
Die Römer führten diese Region zu den ältesten Weinbaugebieten.
So wurden auch die Bayern und Franken durch Kaiser Karl den Großen, im 8.und 9. Jahrhundert von dieser Region auf dem 48. Breitengrad beflügelt und sahen unter anderem das fruchtbare Weinbaugebiet.
Vor der Errichtung einer Brücke gab es sehr wohl Überfuhrdienstbarkeiten, die in Form von Deltaüberfuhren ( Förthof – Mautern | Mautern -Stein) durchgeführt wurden.
So kommen wir gleich in die Zeitleiste des menschlichen Wirkens und Handelns ins 15. Jahrhundert hinein, um hier festzustellen, dass die Städte „Krems und Stein“, desgleichen auch die Stadt „Mautern an der Donau“, in ihrer Vielfalt immer auf sich aufmerksam machten.
Schlussendlich wurden diese Städte mit ihren gesellschaftlichen Synergien und durch ihren Fleiß und Gehorsam zu Diensten für das Hause Habsburg, von Kaiser Friedrich III im Juni 1463, mit dem Privileg belohnt, eine Brücke über den Donaustrom von „Stein“ nach „Mautern“ zu schlagen.
Anders gesagt: „Krems und Stein“ und „Mautern an der Donau“ hatten - beim Kaiser Friedrich III aus dem Hause Habsburg - einen Stein im Brett.
So erlangte Krems das Stapelrecht und wurde zu dieser Zeit am nördlichen Ufer nur von Grein und Korneuburg flankiert.
Die Handelsverbindungen blühten mit Venedig über Mariazell auf, und es entstand im gesamten Einzugsgebiet ein wirtschaftlicher Dreh- bzw. Angelpunkt.
Wohlstand und Aufschwung wurden wiederum eingeläutet.
So wurde die ab 1463 erste Brücke aus Holz -der „Hölzerne Gattern“, so im Volksmund benannt, mit einfachen Werkzeugen und handwerklichem, mühsamem Krafteinsatz über die Donau geschlagen bzw. errichtet.
Trotz schweren Beschädigungen in Form von kriegerischen Handlungen, Naturgewalten (z.B.: Eisstoß) und auch Schiffsunglücke (z.B.: Wallfahrerschiffe, Nautfahrten, Flößer Unglücksfälle) wurde diese Holzbrücke mit ca. 29 Pfeiler (Jochelemente), um die 400 Jahre von der Steiner Seite gewartet und instandgesetzt.
Durch einen naturgewaltigen Eisgang, der am 9. Februar 1893 stattfand, wurden wiederum Joche der Brücke zerstört. Graf Erich Kielmansegg, der Statthalter von Niederösterreich, konnte mit Verbündeten die Interessen, Mittel und Wege für eine, den Verkehrsanforderungen und den Regeln der Technik neue Donaubrücke erreichen.
So hat man, am 3. August 1893 mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen.
Der gesamte Oberbau konnte schon im Februar 1895 einer Kollaudierung zugeführt werden. Eine Belastungsprobe der Eisenkonstruktion ergab überraschende Ergebnisse sodass am 18. Mai 1895 mit einer großen Anzahl von Festgästen nach der Einweihung und der Festansprachen die langersehnte Brücke von Stein nach Mautern dem öffentlichen Verkehr überlassen wurde.
Über den Eingangsportalen der neuen Eisenbrücke die im rechten Winkel errichtet wurde erstrahlte die Aufschrift „IMPerante FBANCisco JOSepko I.“ [[1893]] [[1895]]
So tragen die Pfeiler der 374 Meter langen Stahlfachwerkbrücke noch Eisenkonstruktionen, die aus der Österreichischen-Ungarischen Donaumonarchie stammen.
Derzeit unterliegt die imposante Donaubrücke Stein-Mautern einem adäquatem Instandsetzungskonzept.
Beschreibung:
Straßenbrücke Stein-Mautern | Stromkilometer 2.003,53 Steiner-Donau-Brücke
Wenn man Brücken mit respektvollem Interesse und mit einer Umsicht genauer betrachtet, so sind oft unterschiedliche Botschaften in Form von Tafeln zu sehen.
In - Stein an der Donau - erblickt man zwischen dem nördlichen Widerlager der-Mauterner Brücke- und der - Donau Bundesstraße B3 - eine aus Metallguss gefertigte Erinnerungstafel aus dem Jahre 1995, sie reflektiert in der integrativen Steinquaderverkleidung das -Niederösterreichische Landeswappen- und mit erhabener Schrift folgende Erinnerungsbotschaft:
------------------------------------------------------------
DONAUBRÜCKE STEIN – MAUTERN
ERBAUT 1893-1895
GESPRENGT 8. MAI 1945
NEUÜBERGABE 30. SEPT. 1945
ERINNERUNGSTAFEL ZUM 100 JÄHRIGEN BESTAND
SEPTEMBER 1995
-------------------------------------------------------------
So gibt es noch an der Mauterner Seite dieser stark frequentierten, auch bekannt als – Kaiser Franz-Josef Brücke- zwei Erinnerungstafeln aus Aluminiumguss.
Diese sind stirnseitig und jeweils west- und ostseitig im südlichen vertikalen Eisenbrückenelement vom Fachwerk integriert.
Auch hier ist mit erhabenen Lettern eine Erinnerungsbotschaft in deutscher Schrift und in Cyrillischer Schrift zu lesen:
--------------------------------------------------------------
Diese Brücke wurde am 8. Mai 1945 durch deutsche Faschisten zerstört.
Laut Befehl von Sowjet-Marschall J.S. Konjew wurde die Brücke durch Ingenieure der Roten Armee vom 10.VII. -20.IX.1945 wieder instandgesetzt.
In der Zeit um 1947 wurde die „Stein-Mauterner Brücke“ auch als „Marschall Konjew Brücke“ benannt.
Details
Gemeindename | Krems an der Donau |
Gemeindekennzahl | 30101 |
Ortsübliche Bezeichnung | Erinnerungstafel | Donaubrücke Stein - Mautern |
Objektkategorie | 1600 ( Gedenktafeln, -steine an Objekten oder freistehend | | ) |
Katastralgemeinde | Stein -- GEM Krems an der Donau |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 1519 |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | Stein an der Donau |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | | B3 Bundesstraße 3 | Sepp-Puchinger -Promenade | |
Längengrad | 15.57383 |
Breitengrad | 48.39934 |
denkmalgeschützt | geschuetzt |
Höhe (m) | 0.75 |
gemessen od. geschätzt | geschätzt |
Breite (m) | 1.15 |
gemessen od. geschätzt | geschätzt |
Tiefe (m) | 0.035 |
gemessen od. geschätzt | geschätzt |
Zustandsklassifizierung | gut |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Straßenbrücke Stein-Mautern | Stromkilometer 2.003,53 Steiner-Donau-Brücke Wenn man Brücken mit respektvollem Interesse und mit einer Umsicht genauer betrachtet, so sind oft unterschiedliche Botschaften in Form von Tafeln zu sehen. In - Stein an der Donau - erblickt man zwischen dem nördlichen Widerlager der-Mauterner Brücke- und der - Donau Bundesstraße B3 - eine aus Metallguss gefertigte Erinnerungstafel aus dem Jahre 1995, sie reflektiert in der integrativen Steinquaderverkleidung das -Niederösterreichische Landeswappen- und mit erhabener Schrift folgende Erinnerungsbotschaft: ------------------------------------------------------------ DONAUBRÜCKE STEIN – MAUTERN ERBAUT 1893-1895 GESPRENGT 8. MAI 1945 NEUÜBERGABE 30. SEPT. 1945 ERINNERUNGSTAFEL ZUM 100 JÄHRIGEN BESTAND SEPTEMBER 1995 ------------------------------------------------------------- So gibt es noch an der Mauterner Seite dieser stark frequentierten, auch bekannt als – Kaiser Franz-Josef Brücke- zwei Erinnerungstafeln aus Aluminiumguss. Diese sind stirnseitig und jeweils west- und ostseitig im südlichen vertikalen Eisenbrückenelement vom Fachwerk integriert. Auch hier ist mit erhabenen Lettern eine Erinnerungsbotschaft in deutscher Schrift und in Cyrillischer Schrift zu lesen: -------------------------------------------------------------- Diese Brücke wurde am 8. Mai 1945 durch deutsche Faschisten zerstört. Laut Befehl von Sowjet-Marschall J.S. Konjew wurde die Brücke durch Ingenieure der Roten Armee vom 10.VII. -20.IX.1945 wieder instandgesetzt. In der Zeit um 1947 wurde die „Stein-Mauterner Brücke“ auch als „Marschall Konjew Brücke“ benannt. |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
Zeitkategorie | 20. Jahrhundert, 2. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Die Hinterlassenschaften und Spuren der Bronze und Eisenzeit und der Römer sind auch hier immerwährend präsent und wurden auch physisch und psychisch generationsübergreifend weitergegeben. Die Römer führten diese Region zu den ältesten Weinbaugebieten. So wurden auch die Bayern und Franken durch Kaiser Karl den Großen, im 8.und 9. Jahrhundert von dieser Region auf dem 48. Breitengrad beflügelt und sahen unter anderem das fruchtbare Weinbaugebiet. Vor der Errichtung einer Brücke gab es sehr wohl Überfuhrdienstbarkeiten, die in Form von Deltaüberfuhren ( Förthof – Mautern | Mautern -Stein) durchgeführt wurden. So kommen wir gleich in die Zeitleiste des menschlichen Wirkens und Handelns ins 15. Jahrhundert hinein, um hier festzustellen, dass die Städte „Krems und Stein“, desgleichen auch die Stadt „Mautern an der Donau“, in ihrer Vielfalt immer auf sich aufmerksam machten. Schlussendlich wurden diese Städte mit ihren gesellschaftlichen Synergien und durch ihren Fleiß und Gehorsam zu Diensten für das Hause Habsburg, von Kaiser Friedrich III im Juni 1463, mit dem Privileg belohnt, eine Brücke über den Donaustrom von „Stein“ nach „Mautern“ zu schlagen. Anders gesagt: „Krems und Stein“ und „Mautern an der Donau“ hatten - beim Kaiser Friedrich III aus dem Hause Habsburg - einen Stein im Brett. So erlangte Krems das Stapelrecht und wurde zu dieser Zeit am nördlichen Ufer nur von Grein und Korneuburg flankiert. Die Handelsverbindungen blühten mit Venedig über Mariazell auf, und es entstand im gesamten Einzugsgebiet ein wirtschaftlicher Dreh- bzw. Angelpunkt. Wohlstand und Aufschwung wurden wiederum eingeläutet. So wurde die ab 1463 erste Brücke aus Holz -der „Hölzerne Gattern“, so im Volksmund benannt, mit einfachen Werkzeugen und handwerklichem, mühsamem Krafteinsatz über die Donau geschlagen bzw. errichtet. Trotz schweren Beschädigungen in Form von kriegerischen Handlungen, Naturgewalten (z.B.: Eisstoß) und auch Schiffsunglücke (z.B.: Wallfahrerschiffe, Nautfahrten, Flößer Unglücksfälle) wurde diese Holzbrücke mit ca. 29 Pfeiler (Jochelemente), um die 400 Jahre von der Steiner Seite gewartet und instandgesetzt. Durch einen naturgewaltigen Eisgang, der am 9. Februar 1893 stattfand, wurden wiederum Joche der Brücke zerstört. Graf Erich Kielmansegg, der Statthalter von Niederösterreich, konnte mit Verbündeten die Interessen, Mittel und Wege für eine, den Verkehrsanforderungen und den Regeln der Technik neue Donaubrücke erreichen. So hat man, am 3. August 1893 mit dem Bau einer neuen Brücke begonnen. Der gesamte Oberbau konnte schon im Februar 1895 einer Kollaudierung zugeführt werden. Eine Belastungsprobe der Eisenkonstruktion ergab überraschende Ergebnisse sodass am 18. Mai 1895 mit einer großen Anzahl von Festgästen nach der Einweihung und der Festansprachen die langersehnte Brücke von Stein nach Mautern dem öffentlichen Verkehr überlassen wurde. Über den Eingangsportalen der neuen Eisenbrücke die im rechten Winkel errichtet wurde erstrahlte die Aufschrift „IMPerante FBANCisco JOSepko I.“ [[1893]] [[1895]] So tragen die Pfeiler der 374 Meter langen Stahlfachwerkbrücke noch Eisenkonstruktionen, die aus der Österreichischen-Ungarischen Donaumonarchie stammen. Derzeit unterliegt die imposante Donaubrücke Stein-Mautern einem adäquatem Instandsetzungskonzept. |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |

Erinnerungstafel AD 1995| Donaubrücke Stein - Mautern | | |
Anfang September 2024 | |
Erich Köberl |

Mauternseite Erinnerungstafel vom Jahre 1945 | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
Mauternseite Erinnerungstafel vom Jahre 1945 | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
Blick zur Donaulände in Stein | ca. 92m östlich sieht man ein Denkmal von der alten Brücke | | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
Blick zur Römerstadt Mautern auf den Spuren vom hl. Severin | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
Vom Schiff der DDSG | Blick zur Steinwand in Stein| Tafel ist sichbar ! | |
7.Juli 2024 | |
Erich Köberl |

Erinnerung an die Holzbrücke | An der linken Uferseite ca. 92 Meter Flussabwärts | | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
|Zur Orientierung an der Nordseite eine historische Wegbeleuchtung | | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
"Verbundenheit" | |
Februar 2025 | |
Erich Köberl |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | .)Im Hause der Region der Volkskultur N.Ö. wurde unter der Leitung Dr. Harald Froschauer und seinem engagiertem Team der Volkskultur NÖ die | Kleindenkmaldatenbank marterl.at| von DI Josef Neuhold; Mag. Erich Broidl; Erich Köberl i.V. von Anton Stöger vorgestellt. .) Im Zuge dieser Klausurtagung wurde die Erinnerungstafel am Objekt: "Donaubrücke Stein- Mautern" aus der Praxis für die Praxis vorgeführt und in die Datenbank eingepflegt. .)Literatur von Krems und Stein; Mautern; Topothek Krems und Topothek Mautern .... .) Ortsübliche Wanderkarte .) Besichtigungsbegehungen im Zuge von Wanderungen und Interesse an Regionale- und Kulturelle Zeugnisse. Fortsetzung folgt ! |
Datum der Erfassung | 2025-02-19 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2025-02-19 |
letzter Bearbeiter | Erich Köberl |