Mariensäule bzw. Stummer Kreuz
Gemeinde: Mannersdorf am Leithagebirge
Zeitkategorie: 18. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
Ursprünglich wurde diese Säule auch "Stummer-Kreuz" genannt, da sie auf einem schmalen Acker der ehemaligen Bauernfamilie Stummer stand.Errichtet wurde die Mariensäule im Jahr 1730, wie auf dem Sockel zu lesen ist.
In der heimatkundlichen Sammlung aus der Zwischenkriegszeit wird die Anlage als "Rest einer Mariensäule" bezeichnet. Ein Foto aus dem Jahr 1936 zeigt das damalige Aussehen. Nur der Sockel mit der Jahreszahl 1730 und dem Renovierungsjahr 1862 war erhalten geblieben. Wann und aus welchem Grund die Säule umstürzte und samt Statue verschwand, konnte bisher nicht eruiert werden.
Im Pfarrgedenkbuch 1786 vermerkte Pfarrer Ambros Zettl auf Seite 175:
"Am dringendsten war die Restaurirung der großen Statue der unbefleckten Empfängniß Mariens, welche im heurigen Jahr 1845 geschah, und wozu mehrere Wohlthäter beygetragen haben"
Auf einem Aquarell von Ludwig Hofbauer aus dem Jahr 1901 ist die gesamte Säule noch vollständig und unbeschädigt zu sehen.
Die Säule und die barocke Marienstatue wurde 1947 im Auftrag der Gemeinde vom Mannersdorfer Bildhauer Martin Hof sen. neu angefertigt. Die Statue ist eine Kopie jener von Margarethen am Moos, welche dort die Sälue vor der Kirche bekrönt.
Heute noch werden während der Bitttage immer wieder Bittprozessionen zur Mariensäule unternommen.
Beschreibung:
An der Hoferstraße (B15), neben dem letzten Haus vor der Auffahrt zum Kalkofen Baxa, steht eine hohe Säule, die auf einem quadratischen Sockel verankert ist. Auf dem Sockel, mit reich profilierter Deck- und Bodenplatte, ist zu lesen:
"ERBAUT
1730
RENOVIRT
1947"
An der Spitze der Säule steht eine ein Meter hohe Marienfigur, eine sog. Maria Immaculata.
Details
Gemeindename | Mannersdorf am Leithagebirge |
Gemeindekennzahl | 30716 |
Ortsübliche Bezeichnung | Mariensäule bzw. Stummer Kreuz |
Objektkategorie | 1571 ( Religiöse Kleindenkmäler | Hochsäulen, Pestsäulen- und -kreuze | Mariensäulen) |
Katastralgemeinde | Mannersdorf am Leithagebirge -- GEM Mannersdorf am Leithagebirge |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 2811/20 |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | 2452 Mannersdorf am Leithagebirge |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | an der Hoferstraße (B15) |
Längengrad | 16.59209 |
Breitengrad | 47.96689 |
denkmalgeschützt | geschuetzt |
Höhe (m) | 4.5 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Breite (m) | 1 |
gemessen od. geschätzt | geschätzt |
Tiefe (m) | 1 |
gemessen od. geschätzt | geschätzt |
Zustandsklassifizierung | sehr gut |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | An der Hoferstraße (B15), neben dem letzten Haus vor der Auffahrt zum Kalkofen Baxa, steht eine hohe Säule, die auf einem quadratischen Sockel verankert ist. Auf dem Sockel, mit reich profilierter Deck- und Bodenplatte, ist zu lesen: "ERBAUT 1730 RENOVIRT 1947" An der Spitze der Säule steht eine ein Meter hohe Marienfigur, eine sog. Maria Immaculata. |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details |
Zeitkategorie | 18. Jahrhundert, 1. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Ursprünglich wurde diese Säule auch "Stummer-Kreuz" genannt, da sie auf einem schmalen Acker der ehemaligen Bauernfamilie Stummer stand.Errichtet wurde die Mariensäule im Jahr 1730, wie auf dem Sockel zu lesen ist. In der heimatkundlichen Sammlung aus der Zwischenkriegszeit wird die Anlage als "Rest einer Mariensäule" bezeichnet. Ein Foto aus dem Jahr 1936 zeigt das damalige Aussehen. Nur der Sockel mit der Jahreszahl 1730 und dem Renovierungsjahr 1862 war erhalten geblieben. Wann und aus welchem Grund die Säule umstürzte und samt Statue verschwand, konnte bisher nicht eruiert werden. Im Pfarrgedenkbuch 1786 vermerkte Pfarrer Ambros Zettl auf Seite 175: "Am dringendsten war die Restaurirung der großen Statue der unbefleckten Empfängniß Mariens, welche im heurigen Jahr 1845 geschah, und wozu mehrere Wohlthäter beygetragen haben" Auf einem Aquarell von Ludwig Hofbauer aus dem Jahr 1901 ist die gesamte Säule noch vollständig und unbeschädigt zu sehen. Die Säule und die barocke Marienstatue wurde 1947 im Auftrag der Gemeinde vom Mannersdorfer Bildhauer Martin Hof sen. neu angefertigt. Die Statue ist eine Kopie jener von Margarethen am Moos, welche dort die Sälue vor der Kirche bekrönt. Heute noch werden während der Bitttage immer wieder Bittprozessionen zur Mariensäule unternommen. |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | 1) Heribert Schutzbier, Marterl und Mythen. Mannersdorfer Wegkreuze, Säulen, Kapellen und andere Kleindenkmäler (Ergänzt durch Heiligenfiguren an Bauwerken), 2018. 2) NÖ Atlas 3) Denkmalverzeichnis BDA, § 2a Denkmalschutzgesetzt Erhebung/Überarbeitung |
Datum der Erfassung | 2015-09-16 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2019-08-14 |
letzter Bearbeiter | Angelika Ficenc |