Schramm Kreuz
Gemeinde: Groß-Schweinbarth
Zeitkategorie: 20. Jahrhundert, 1. Hälfte
Chronik:
Am 28.12.1905 fiel der damals 18jährige Andreas Schramm einem Jagdunfall zum Opfer. Im Totenbuch der Pfarre ist zu lesen: Laut gerichtlichen Totenschaubefund durch Erschießen in Folge fremden Verschuldens durch Zertrümmerung des Schädels. Andreas Schramm wurde am 30.12.1905 am örtlichen Friedhof begraben.
Das Deutsche Volksblatt berichtete am 14.1.1906:
Wie bereits zuvor kurz berichtet, erschoss der Gemeindearzt Dr. Eugen Riedl aus Groß-Schweinbarth anlässlich einer am 28. d.M. vom gräflich traunschen Förster Josef Krejci im Herrschaftswalde zwischen Auersthal und Groß-Schweinbarth Jagd den Kleinhäuslersohn Andreas Schramm mit einem Schrotschuss in das Hinterhaupt.
Der Getroffene sank mit zerschmetterten Hinterhaupte nieder und verschied nach wenigen Minuten. Dr. Eugen Riedl stellte sich sofort zur Erstattung der Anzeige selbst dem Gerichte.
Nach den vorgenommenen gerichtlichen Erhebungen wurde nun festgestellt, dass der junge Mann ein Opfer seiner eigenen Unvorsichtigkeit wurde, den als Dr. Riedl einen Schuss auf den Fasan abgab und ihn fehlte und zum zweiten Mal anschlug, sprang Schramm, welcher früher hinter Riedl gestanden auf einmal vor und direkt vor die Gewehrmündung. Erst nach dem abgegebenen Schusse bemerkte Dr. Riedl den Treiber auf zwei Schritte vor sich stehen, wanken und stürzen.
Da Schramm an seinem Tode selbst Schuld trägt, stellte die k.k. Staatsanwaltschaft Korneuburg das Strafverfahren gegen Dr. Riedl ein.
Die Überliefung der Bevölkerung erzählt, dass der Schütze umgehend von der Jagd verwiesen wurde.
Beschreibung:
Nördlich der Bezirksgrenze und südlich der Riede Biri im Wald befindet sich das Schrammkreuz, das man von der Schramm Eiche unterscheiden muss. Das Eiserne Grabkreuz war von einer Holzbarriere umgeben.
Details
Gemeindename | Groß-Schweinbarth |
Gemeindekennzahl | 30824 |
Ortsübliche Bezeichnung | Schramm Kreuz |
Objektkategorie | 1561 ( Religiöse Kleindenkmäler | Kreuze | Weg- oder Feldkreuze) |
Katastralgemeinde | Groß-Schweinbarth -- GEM Groß-Schweinbarth |
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer | 1680/ |
Ortschafts- bzw. Ortsteil | Groß-Schweinbarth Traunwald |
Straße und Hausnummer bzw. Flurname | Schön |
Längengrad | 16.596072 |
Breitengrad | 48.394128 |
denkmalgeschützt | nicht geschuetzt |
Höhe (m) | 1.4 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Breite (m) | 0.55 |
gemessen od. geschätzt | gemessen |
Tiefe (m) | |
gemessen od. geschätzt | -- |
Zustandsklassifizierung | sanierungsbedürftig |
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös: empfohlene Maßnahmen |
Das Kreuz und die Schrift sollte neu überarbeitet werden. Die Holzbarriere um das Kreuz müßte neu errichtet werden. |
Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) | Nördlich der Bezirksgrenze und südlich der Riede Biri im Wald befindet sich das Schrammkreuz, das man von der Schramm Eiche unterscheiden muss. Das Eiserne Grabkreuz war von einer Holzbarriere umgeben. |
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details | Es trägt die Aufschrift: „Gelobt sei Jesus Christus An dieser Stelle wurde Andreas Schramm aus Groß- Schweinbarth am 28.12.1905 im 18. Lebensjahr durch Unvorsichtigkeit eines Schützen auf der Jagd erschossen. Der Weg zur Ewigkeit war gar nicht weit. Um 8 Uhr ging er fort, um 9 Uhr war er dort.“ |
Zeitkategorie | 20. Jahrhundert, 1. Hälfte |
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) | Am 28.12.1905 fiel der damals 18jährige Andreas Schramm einem Jagdunfall zum Opfer. Im Totenbuch der Pfarre ist zu lesen: Laut gerichtlichen Totenschaubefund durch Erschießen in Folge fremden Verschuldens durch Zertrümmerung des Schädels. Andreas Schramm wurde am 30.12.1905 am örtlichen Friedhof begraben. Das Deutsche Volksblatt berichtete am 14.1.1906: Wie bereits zuvor kurz berichtet, erschoss der Gemeindearzt Dr. Eugen Riedl aus Groß-Schweinbarth anlässlich einer am 28. d.M. vom gräflich traunschen Förster Josef Krejci im Herrschaftswalde zwischen Auersthal und Groß-Schweinbarth Jagd den Kleinhäuslersohn Andreas Schramm mit einem Schrotschuss in das Hinterhaupt. Der Getroffene sank mit zerschmetterten Hinterhaupte nieder und verschied nach wenigen Minuten. Dr. Eugen Riedl stellte sich sofort zur Erstattung der Anzeige selbst dem Gerichte. Nach den vorgenommenen gerichtlichen Erhebungen wurde nun festgestellt, dass der junge Mann ein Opfer seiner eigenen Unvorsichtigkeit wurde, den als Dr. Riedl einen Schuss auf den Fasan abgab und ihn fehlte und zum zweiten Mal anschlug, sprang Schramm, welcher früher hinter Riedl gestanden auf einmal vor und direkt vor die Gewehrmündung. Erst nach dem abgegebenen Schusse bemerkte Dr. Riedl den Treiber auf zwei Schritte vor sich stehen, wanken und stürzen. Da Schramm an seinem Tode selbst Schuld trägt, stellte die k.k. Staatsanwaltschaft Korneuburg das Strafverfahren gegen Dr. Riedl ein. Die Überliefung der Bevölkerung erzählt, dass der Schütze umgehend von der Jagd verwiesen wurde. |
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) |
Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen | Herr Hubert Schramm sen. und Unterlagen von Herrn Mag. Benedikt Abensperg und Traun |
Datum der Erfassung | 2012-01-01 |
Datum der letzten Bearbeitung | 2025-03-24 |
letzter Bearbeiter | Edith Mauritsch |