Landsknechtbrunnen

Freiplastikenprofane FreiplastikenPersonen und Personengruppen

Gemeinde: Ernstbrunn

Zeitkategorie: 19. Jahrhundert, 1. Hälfte

Chronik:

Der Landsknechtbrunnen wurde von Reichsgraf Prosper von Sintzendorf 1803 der Marktgemeinde gestiftet als Dank an seine getreuen Bürger.
1979 wurde der renovierte Landsknechtbrunnen im Zuge einer Festveranstaltung neu aufgestellt. Von diesem Standort wurde er im Zuge der Hauptplatzrenovierung 2020 ca. 100m nach Osten an seinen jetzigen Standplatz versetzt. Der Brunnen 2020 wurde ohne das alte schmiedeeiserne Gitter neu gestaltet.

Beschreibung:

Es wird die Figur eines Landsknechtes aus dem 17. Jh. dargestellt (mit barocker Frisur und den weiten Hosen. Der Landsknecht trägt eine schmiedeeiserne Lanze. Die Sandsteinfigur steht auf einem quadratischen Sockel mit der Inschrift des Stifters Graf Sinzendorf.
Die Figur stand früher vor einem Brunnenbecken, das mit einem hohen schmiedeeisernen Geländer umschlossen war. Seit 2020 die Hauptplatzrenovierung erfolgt ist, steht die Figur inmitten eines neu geschaffenen flachen Brunnenbeckens.

Details

Gemeindename Ernstbrunn
Gemeindekennzahl 31203
Ortsübliche Bezeichnung Landsknechtbrunnen
Objektkategorie 1723 ( Freiplastiken | profane Freiplastiken | Personen und Personengruppen)

Katastralgemeinde Ernstbrunn -- GEM Ernstbrunn
Flurstücks- bzw. Grundstücksnummer 78
Ortschafts- bzw. Ortsteil Ernstbrunn
Straße und Hausnummer bzw. Flurname Hauptplatz 19a
Längengrad 16.36172
Breitengrad 48.52757

denkmalgeschützt nicht geschuetzt

Höhe (m) 3.4
gemessen od. geschätzt geschätzt
Breite (m) 3.8
gemessen od. geschätzt gemessen
Tiefe (m) 3.8
gemessen od. geschätzt gemessen

Zustandsklassifizierung sehr gut
Falls sanierungsbedürftig od. ruinös:
empfohlene Maßnahmen

Beschreibung des Objekts (Deutung, Material und Technik) Es wird die Figur eines Landsknechtes aus dem 17. Jh. dargestellt (mit barocker Frisur und den weiten Hosen. Der Landsknecht trägt eine schmiedeeiserne Lanze. Die Sandsteinfigur steht auf einem quadratischen Sockel mit der Inschrift des Stifters Graf Sinzendorf.
Die Figur stand früher vor einem Brunnenbecken, das mit einem hohen schmiedeeisernen Geländer umschlossen war. Seit 2020 die Hauptplatzrenovierung erfolgt ist, steht die Figur inmitten eines neu geschaffenen flachen Brunnenbeckens.
Bei besonderen Objekten: Beschreibung von Details Der "Landsknecht' selbst steht auf einem etwa 1.70m hohen Sockel, der an seiner Vorderseite,
unter dem Kranzgesimse die 3 Würfel, das Wappen der Sinzendorfer, die von 1592 - 1822 Schlossherren von Ernstbrunn waren, aufweist. Unter diesen 3 Würfeln liest man die Worte:

UNVERGESSLICHER DANK
GETREUER BÜRGER
DEM HOHEN WOHLWEISEN STIFTER
S. EXCELENZ Hrn. PROSPER
DES HEIL. ROM REICHSGRAFEN
SINZENDORF
von
DES MARKTS ERNSTBRUNN
1803.

Die auf dem Sockel stehende Figur halt in der rechten Hand eine Lanze, in der linken einen, am Boden stehenden Schild, mit dem Wappen von Ernstbrunn und der Jahreszahl 1687. Der Kopf ist mit einem, mit Straußenfedern geschmückten, Helm bedeckt.
Die Jahreszahl 1687 kann zurzeit in keinen Zusammenhang mit irgendeinem Ereignis gebracht werden.

Zeitkategorie 19. Jahrhundert, 1. Hälfte
Ursprungsdaten, Chronik: (Zeit und Ursache der Errichtung bzw. Überlieferung, Namen der Urheber, Künstler bzw. Handwerker, Sanierungen) Der Landsknechtbrunnen wurde von Reichsgraf Prosper von Sintzendorf 1803 der Marktgemeinde gestiftet als Dank an seine getreuen Bürger.
1979 wurde der renovierte Landsknechtbrunnen im Zuge einer Festveranstaltung neu aufgestellt. Von diesem Standort wurde er im Zuge der Hauptplatzrenovierung 2020 ca. 100m nach Osten an seinen jetzigen Standplatz versetzt. Der Brunnen 2020 wurde ohne das alte schmiedeeiserne Gitter neu gestaltet.
Chronik - allfällige Ergänzungen: (z.B. Sagen, Legenden, Überlieferungen ausführlicher) Die Inschrift auf dem Sockel bezieht sich auf den Bau der 2. Ernstbrunner Wasserleitung, dessen Stifter Fürst Prosper von Sinzendorf (1783 - 1822) war. Von den 600 Gulden Baukosten, gab der Fürst 300 dazu her.

Ebenso herrschen über die Figur des "Landsknechtes" von Zeit zu Zeit aufkommende unterschiedliche Meinungen. Manchmal wird diese Statue mit dem hl. Florian in Verbindung gebracht und besondere Besserwisser "schmückten" das Denkmal mit einem Wassereimer 1984, als man beim Schloss Ernstbrunn viele vergrabene Figuren entdeckte und ausgrub, brachte man auch die Statue des "Landsknechtes" mit den Torsi und Figuren in Zusammenhang.
Im Volksmund bleibt dieses barocke Denkmal der "Landsknechtbrunnen"

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Landsknechtbrunnen - Gesamtsicht
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Informationsquellen, Literatur und weitere Quellen Ernstbrunner Heimatspiegel - Helmut Meißl

Chronik Ernstbrunn - Wilhelm Hohenecker

Andreas Hermann
Datum der Erfassung 2023-04-28
Datum der letzten Bearbeitung 2025-03-13
letzter Bearbeiter Andreas Hermann

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